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Günstiger Ultraschall schlägt teuren MRT
In der Studie "Präventions-Spiegel" des Diagnostik-Zentrums Fleetinsel (DZF), einem auf Vorsorge-Check-ups spezialisierten Instituts in Hamburg, gehen bei einer Prüfung der angewandten Diagnosemethoden auf ihre Kosten-Nutzen-Relation die Meinungen über den "richtigen Weg" auseinander. Im Fokus der Diskussion steht der Einsatz der Ganzkörper-Magnetresonanztomographie.

Das Diagnostik-Zentrum Freetinsel sieht die MRT zwar als sinnvolle Ergänzung zur Ultraschall-Untersuchung. Entgegen der Praxis vieler Präventionszentren sei das Verfahren als primäre Diagnosemethode aber nicht in jedem Fall geeignet.
Der Vorteil der Ganzkörper-MRT liegt zwar in der hohen Detailerkennbarkeit von Organen und Geweben, da sie dreidimensional und höchstauflösend abgebildet werden können. Problematisch ist allerdings, dass nicht alle Befunde medizinisch relevant sind. So können z. B. Erkrankungen entdeckt werden, die dem Patienten nie Beschwerden bereitet haben und wohl auch nie bereiten werden.
Dieser Verdachtsbefund beunruhigt deshalb unnötig. Falsch-positive Ergebnisse können eine Vielzahl überflüssiger Untersuchungen nach sich ziehen. "Natürlich ist der Einsatz moderner diagnostischer Techniken notwendig, um den Gesundheitszustand eines Menschen zu bestimmen. Vielerorts schießt die Diagnostik mit der Anwendung z. B. eines Ganzkörper-Kernspintomographen jedoch über das Ziel hinaus", so Dr. Tomas Stein, ärztlicher Direktor am DZR Dort wird daher auf den Einsatz einer Ganzkörper-MRT verzichtet. Sie wird nur eingesetzt, wenn ein spezifischer Befund vorliegt.
"Wir setzen auf eine Ultraschall-Untersuchung mit erstklassigen Geräten durch erfahrene Untersucher mit hoher Expertise."
Außerdem warnt Dr. Stein vor unkritischer Technikgläubigkeit, da manche
Befunde beispielsweise in Leber, Gallenblase oder Darm mit Ultraschall oder
Endoskopie einfacher und sicherer zu erkennen seien.
Quelle: MT-Dialog 12/2010, wo Sie mehr hierzu lesen können





